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Über #GermanArms

Welche Rolle spielen deutsche Waffen im Jemen-Krieg? Die Bundesregierung sagt dazu entweder, man habe keine Erkenntnisse, oder man habe Erkenntnisse, könne diese der Öffentlichkeit aber nicht mitteilen. Der Grund: Sie stammen laut Bundesregierung von Geheimdiensten und eine Veröffentlichung würde den Interessen der Bundesrepublik schaden.

Beim Projekt #GermanArms wollten rund 15 Rechercheure klären, was die Bundesregierung nicht weiß oder nicht sagen will. Anfang Februar durchsuchten sie bei einem Bootcamp in Berlin knapp zwei Wochen lang das Internet nach Spuren deutscher Waffen. Das Team nutzte ausschließlich sogenannte Open Source Intelligence (OSINT): offene Quellen, die jedem zur Verfügung stehen wie Google, Twitter oder Instagram, Satellitenbilder verschiedener Kartendienste und Youtube-Videos.

Die Idee zu #GermanArms stammt vom niederländischen Recherchebüro Lighthouse Reports. Ähnliche Projekte gab es bereits in den Niederlanden und Italien. Weitere sind geplant. Für die deutsche Ausgabe kooperierten Lighthouse Reports, das ARD-Politikmagazin report München, der Stern, das internationale Investigativnetzwerk Bellingcat und die Deutsche Welle. Lighthouse Reports wird für #EUArms unter anderem von der Open Society Foundation unterstützt.

Das #GermanArms-Team

Für report München nahmen Philipp Grüll, Jasmin Körber, Ahmet Senyurt und Franziska Timmer an dem Rechercheprojekt teil. Außerdem gehörten zum #GermanArms-Team: Stefan Babuliack, Gideon Bouma, Naomi Conrad, Bashar Deep, Klaas van Dijken, Leone Hadavi, Ludo Hekman, Mais Katt, Thomas Mulder, Nektaria Papadaki, Ruben Rehage, Benjamin Strick, Hans-Martin Tillack, Stefano Trevisan und Nina Werkhäuser.

Digitale Aufbereitung: Bernd Paulus (BR24)